GRÜNE diskutierten Weg zu einem CO2-freien LWL 24. Apr. 2018

Fraktionsklausur: GRÜNE diskutierten Weg zu einem CO2-freien LWL

Die GRÜNEN im LWL besichtigen mit Bärbel Höhn (4. v. l.) das GBB Plusenergiehaus

Die GRÜNEN im LWL besichtigen mit Bärbel Höhn (4. v. l.) das GBB Plusenergiehaus im sozialen Wohnungsbau in Bottrop.

Der Ort hätte nicht passender gewählt sein können: In Bottrop, der Stadt von „Innovation City", traf sich die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, um innovative Wege und Potentiale von CO2 - Einsparungen zu diskutieren.

Der LWL mit fast 1300 Gebäuden und einer zu beheizenden Bruttogeschossfläche von über 1 Mio. m² Fläche betreibt in Bottrop eine Tagesklinik in Passivholzbauweise. Von dem 2014 beschlossenen Ziel, bis 2020 50 % CO2  bezogen auf den Wert von 1990 einzusparen, ist der Verband aber weit entfernt.

„Wir müssen ab sofort konsequent Einsparpotentiale nutzen, sonst schaffen wir es nicht, die Klimaziele einzuhalten.“ Mit diesen klaren Worten machte die ehemalige NRW-Umweltministerin und ehemalige Vorsitzende des Bundesumweltausschusses Bärbel Höhn am Samstag die Dringlichkeit des GRÜNEN Anliegens deutlich, den Kohlendioxidausstoß durch energieautarke Neubauten und eine ökologisch orientierte Mobilität zu verringern.

Manfred Rauschen vom Öko-Zentrum NRW empfahl, sich nach dem Bewertungssystem für Nachhaltiges Bauen des Bundesumweltministeriums (BNB) zertifizieren zu lassen. „Allein auf die Energieeffizienz im laufenden Betrieb zu fokussieren, greift heute deutlich zu kurz. Die Anforderungen hinsichtlich der Grauen Energie und an die Ökobilanzen der Baustoffe müssen genauso Berücksichtigung finden, wie Aspekte der Gesundheit, der Innenraumqualität oder der Mobilität", so Rauschen.

Dazu die GRÜNE Fraktionssprecherin Martina Müller: „Ab 2019 dürfen nach EU-Recht öffentliche Neubauten fast keine Energie mehr für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung mehr benötigen. Die Restenergie muss durch regenerative Energien erzeugt werden. Das sollte der LWL ab sofort berücksichtigen. Aber auch bei der Sanierung der Verwaltungskomplexe, Schulen, Kliniken, Museen und Jugendheimen trägt der LWL eine besondere Verantwortung und muss noch viel stärker als bisher Emissionen reduzieren und die Eigenstromproduktion durch Photovoltaik erhöhen."

"In die Energiebilanz muss auch der CO2 - Ausstoß durch den großen Fahrzeugpark des LWL und die Wege der 17.000 Beschäftigten einbezogen werden. Wir benötigen ein Mobilitätsmanagement, das viel stärker als bisher einen Mix aus ÖPNV, Dienstfahrzeug-Sharing, Reduzierung der Parkraumbewirtschaftung und Dienstfahrrädern berücksichtigt, um da ökologischer und auch wirtschaftlicher zu werden“, sagte Thorsten Schmolke, Umweltausschussvorsitzender im LWL und umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN und kündigte politische Initiativen dazu an.

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Für Rückfragen zur Pressemitteilung steht Ihnen unsere Fraktionsvorsitzende Martina Müller, unter der Handy-Nr. 0151 58150894, oder unser umweltpolitischer Sprecher, Thorsten Schmolke, unter der Handy-Nr. 0151 02517 2300 zur Verfügung.

Natürlich können Sie sich auch jederzeit an die Geschäftsführung der LWL-Fraktion wenden.

Ihre BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im LWL