LWL-GRÜNE für Jugendaustausche mit Partnerregion Westflandern 26. Jan. 2018

LWL-GRÜNE für Jugendaustausche mit Partnerregion Westflandern (Flandern) - CDU/SPD-Mehrheit lehnen 30.000 Euro im Haushalt 2018 dafür ab

Kriegsgräber in Flandern

Die GRÜNEN setzen sich für internationale Begegnungen mit Jugendlichen in der LWL-Partnerregion Westflandern (Flandern) ein. Dafür beantragten sie im Haushalt 2018 eine Summe von 30.000 Euro.

"Nach einem Besuch unserer Fraktion in der Region ist deutlich geworden, dass der erste Weltkrieg in unserer Partnerregion auch heute noch eine große Bedeutung hat und dass dort eine stark ausgeprägte Erinnerungskultur besteht. Gerade in der heutigen Zeit ist ein sozialpädagogisches friedenspolitisches Projekt wichtiger denn je. Ein regelmäßiger Jugendaustausch zu diesem Thema ist ein geeignetes Mittel, um bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Engagement für den europäischen Gedanken zu initiieren und präventiv gegen Rechtsradikalismus zu arbeiten“, erklärt Thomas Hinze, jugendpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion.

Die GRÜNEN sind davon überzeugt, dass die Begegnung mit Menschen, die einmal Feinde waren, wie auch das Wissen über Ursachen und Folgen dieses Krieges verhindern können, dass diese Schrecken der Geschichte verharmlost werden.
„Dabei zielt Erinnerungskultur auf eine historisch-moralische Bildung ab, die über einen rein schulischen Bildungsbegriff  hinausgeht. Ziele sind dabei das Einüben von Demokratie und die Entwicklung von Zivilcourage“, so Norbert Ostermann, GRÜNES Mitglied im Schulausschuss.

"Dafür können Jugendfahrten der Partnerschaft mit Westflandern (Flandern) gerade im Jahr 2018 einen neuen Impuls geben. In jedem Regierungsbezirk Westfalens hätten für diese Summe fünf Jugendaustausche in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband NRW, durchgeführt werden können. Dieser Verband besitzt eine große Erfahrung in der Durchführung dieser internationalen Austausche. Umso bedauerlicher, dass die Idee von der politischen Mehrheit von CDU und SPD abgelehnt wurde."

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