LWL will Tagesstätten für Menschen mit psychischen Behinderungen ausbauen 13. Jan. 2012

LWL-Gestaltungsmehrheit: Mehr Tagesstätten für Menschen mit psychischen Behinderungen

Bild: LWL-Tagesklinik Bergkamen

Bild: LWL-Tagesklinik Bergkamen (c)Bild: LWL

Münster/Westfalen-Lippe. Auf Antrag der Gestaltungsmehrheit von SPD, GRÜNEN und FDP hat der Sozialausschuss einstimmig beschlossen, den Ausbau von Tagesstätten für Menschen mit psychischen Behinderungen auszuweiten. Gespräche der Verwaltung mit den Mitgliedskörperschaften hatten einen Bedarf von rund 300 Plätzen ergeben.

„Wir wollen, dass möglichst viele Menschen mit psychischen Behinderungen außerhalb von Einrichtungen wie Kliniken und Wohnheimen leben können“, begründet Manuela Grochowiak-Schmieding, sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN im LWL, die Bedeutung dieses Vorhabens. „Deswegen kommt dem Ausbau von Tagesstätten mit tagesstrukturierenden Angeboten für Menschen mit psychischen Behinderungen eine große Bedeutung zu.“

Norbert Wellmann (SPD), Vorsitzender des Sozialausschusses ergänzt: „Wir nehmen auch die Kommunen in die Pflicht: LWL-finanzierte Tagesstättenplätze werden wir nur dort ausbauen, wo es ein ausreichendes kommunales Angebot von Kontakt- und Beratungsstellen gibt bzw. entwickelt wird.“

Die FDP-Fraktion wünscht sich eine enge Abstimmung zwischen LWL und den Kommunen. „Der LWL hat die Absicht, die Tagesstättenplätze auszubauen. Dafür müssen wir im Rahmen der sozialraumorientierten Hilfeplanung für Menschen mit Behinderung eng zusammenarbeiten“, so der FDP – Sozialpolitiker Arnfred Wittsieker.