Mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderungen beim LWL sichern 20. Feb. 2014

SPD, GRÜNE und FDP/FW stellen die Weichen für den LWL-Aktionsplan Inklusion

Inklusion statt Trennung

(Münster/Westfalen-Lippe) Nahezu 70 Änderungs- und Ergänzungspunkte hat die Mehrheit aus SPD, GRÜNEN und FDP/FW zum Verwaltungsentwurf des LWL-Aktionsplan Inklusion in die politische Diskussion eingebracht. Der Entwurf und die Forderungen von Seiten der Politik werden ab dieser Woche in den Fachausschüssen des LWL und Ende März im Landschaftsausschuss beraten und beschlossen.

Unter anderem beantragt die Gestaltungsmehrheit aus SPD, GRÜNEN und FDP/FW die Bereitstellung von Broschüren des LWL auch in Leichter Sprache und die Qualifizierung des Personals in Einrichtungen und Kliniken mit Blick auf die besonderen Bedarfe von Menschen mit Behinderungen..

„Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als einer der größten Aufgaben- und Kostenträger für die Eingliederungshilfe hat bzgl. der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eine herausragende Vorbildfunktion“, erklärt die Fraktionssprecherin der GRÜNEN im LWL, Martina Müller.  „Der LWL-Aktionsplan Inklusion wird die ganze Bandbreite der Aufgaben der Landschaftsverbände umfassen“, so Müller. So solle z.B. sukzessive weitgehende Barrierefreiheit in den Gebäuden des LWL hergestellt werden; insbesondere auch in den Museen und Kultureinrichtungen des LWL, die allen Menschen zugänglich und erfahrbar gemacht werden sollen: Es werden beispielsweise regelmäßige Museumsführungen für sinnesbehinderte Menschen gefordert.

„Die Gestaltungsmehrheit hat sich intensiv mit den erforderlichen Zielen und Maßnahmen beschäftigt, damit auch Menschen mit schweren Behinderungen die Chance bekommen, in der eigenen Wohnung zu leben und einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden“, so Holm Sternbacher, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Wir wollen, dass die Menschen künftig „mittendrin statt außen vor sind“ ergänzt Sternbacher.

„Dies soll alle Lebensbereiche der Menschen mit Behinderungen umfassen“, so Stephen Paul, Fraktionsvorsitzender der FDP/FW. So z.B. auch im Bereich Arbeit: „ Der Übergang aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt muss flexibler gestaltet werden“, fordert Paul. „ Problemlosere Rückkehrmöglichkeiten in die Werkstatt z.B. sollen den Menschen mit Behinderungen die Entscheidung erleichtern, sich in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wagen.“

Geeinigt hat sich die politische Mehrheit im LWL, dass es nach den Beratungen in den Fachausschüssen eine Verbändeanhörung durch die Fraktionen geben wird. „Wir wollen eine Beteiligung der Betroffenen bzw. der Verbände sicherstellen und deren Anregungen möglichst breit aufnehmen, so die drei Fraktionsvorsitzenden Martina Müller (GRÜNE), Holm Sternbacher (SPD) und Stephen Paul (FDP/FW), „bevor im Mai der Landschaftsausschuss den LWL-Aktionsplan Inklusion beschließen und die Weichen für die Umsetzung in den nächsten Jahren stellen wird.“

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