In der Sitzung des Kulturausschusses am 17.9.2025 in Paderborn berichtete Michael Nassauer, Intendant der Philharmonie Südwestfalen-Siegen, gemeinsam mit dem Direktor
des Landestheaters Castrop Rauxel, Günter Wohlfahrt, über die dramatische angespannte Finanzsituation. Dabei wurde deutlich, dass die Einrichtungen am Rande der Finanzierbarkeit
stehen und die Fördermittel dringendst angepasst werden müssten, sollen Spielbetriebe aufrecht erhalten werden. Mit Verweis auf das beschlossene Moratorium konnte trotz des
von vielen Beteiligten geäußerten Bedauerns keine positive Aussage getroffen werden. Auch im Hinblick auf die Wahlen im Herbst und der Neuzusammensetzung der
Landschaftsversammlung wollte man zu dem Zeitpunkt das Thema nicht neu entscheiden.
Vor diesem Hintergrund stellen wir die Fragen:
- Wie viele Anfragen an kultureller Förderung sind der Kulturabteilung für den besagten Zeitraum bekannt oder liegen vor?
- Saldiert man die Summe der angefragten Förderungen, um welche Höhe handelt es sich?
- Ist bekannt, ob Einrichtungen ihren Betrieb oder ihre Spielstätte einstellen mussten, da sie allein die Finanzierung nicht mehr leisten konnten?
Gezeichnet Michael Sacher, kulturpolitischer Sprecher
und Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe
Bericht zur Geldnot von Theatern und Orchestern
Am 17. September 2025 sprachen zwei Leiter von Theatern und Orchestern (Philharmonie und Landestheater) in Paderborn. Sie berichteten: Ihre Einrichtungen haben große Geldprobleme. Sie bekommen nicht genug Geld vom Land. Ohne mehr Geld können sie nicht weitermachen.
Die Politik hatte beschlossen: Man wartet erst mal mit neuen Entscheidungen. Deshalb konnte man nicht gleich helfen. Man wollte mit neuen Wahlen im Herbst warten.
Unsere Fragen
- Wie viele Theater und Orchester haben um Geld gebeten?
- Wie viel Geld haben alle zusammen gefordert?
- Mussten Theater oder Orchester schließen, weil sie kein Geld mehr hatten?
Michael Sacher, Politiker von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Kultur