Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) kritisiert den im Landschaftsausschuss beschlossenen Kurswechsel beim Umweltmanagementsystem EMAS scharf. Statt den bereits 2021 beschlossenen flächendeckenden Ausbau konsequent umzusetzen, soll das Projekt nun auf wenige Bereiche begrenzt werden. Zur Ergänzungsvorlage „EMAS im LWL – Erkenntnisse und weiteres Vorgehen“ hat die GRÜNE Fraktion den unter Punkt Zwei aufgeführten Stopp des EMAS-Roll-Outs abgelehnt.
„CDU und SPD verabschieden sich von einem zentralen Baustein für mehr Nachhaltigkeit in der LWL-Verwaltung. Denn EMAS ist weit mehr als ein Umweltlabel. Es ist das anspruchsvollste Umweltmanagementsystem Europas. Im LWL gab es schon seit vielen Jahren gute Erfahrungen damit bei der Einsparung von Energie, Ressourcen und Kosten. Trotzdem soll künftig lediglich die bestehende Zertifizierung gesichert, die Hauptverwaltung einbezogen und einzelne Einrichtungen unterstützt werden“, sagt Co-Fraktionssprecherin Corinna Stöxen.
Gerade in Zeiten knapper Kassen ist es aus Sicht der GRÜNEN nicht nachvollziehbar, auf eine umfassende Einführung zu verzichten. Denn EMAS hilft nicht nur dabei, den CO₂-Ausstoß zu senken. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz bringt EMAS Struktur und Nachhaltigkeit in alle Abläufe – von der Gemeinschaftsernährung bis zu Energieverbräuchen und dem Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser. Verbräuche werden systematisch erfasst und das Umweltbewusstsein der Mitarbeitenden wird geschärft. Langfristig können Betriebskosten reduziert werden. Die aktuelle Vorlage beschreibt dies deutlich und Nutzende kommen zu dem Schluss: EMAS ist ein Erfolgsmodell. Allein aus kurzzeitig betrachteten finanziellen Motiven diesen Weg zu stoppen ist äußerst kurzsichtig
„Der LWL trägt als öffentliche Einrichtung besondere Verantwortung, beim Klima- und Umweltschutz mit gutem Beispiel voranzugehen. Das selbst gesteckte Klimaziel wird nur erreicht, wenn Nachhaltigkeit in allen Einrichtungen verbindlich verankert wird. Zudem zahlen sich die Investitionen in ein professionelles Umweltmanagement über Jahre hinweg finanziell aus. Wir werden uns weiter intensiv dafür einsetzen, dass die Einführung von EMAS in allen geeigneten Einrichtungen des LWL konsequent fortgeführt wird. Nachhaltigkeit darf nicht zum Sparposten werden“, ergänzt der klima- und umweltpolitische Sprecher der Fraktion Andreas Neumann.
Die Grünen kritisieren den Stopp von EMAS
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert eine Entscheidung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Der LWL will ein Umwelt-System namens EMAS nicht mehr überall einführen. Das System sollte schon 2021 in allen Bereichen ausgebaut werden. Jetzt soll es nur noch in wenigen Bereichen genutzt werden.
Co-Fraktionssprecherin Corinna Stöxen sagt: „CDU und SPD geben einen wichtigen Plan für mehr Nachhaltigkeit auf. EMAS ist das beste Umwelt-System in Europa. Der LWL hat damit schon lange gute Erfahrungen gemacht. Energie, Rohstoffe und Kosten wurden gespart. Jetzt soll EMAS nur noch gesichert werden. Die Zentrale wird eingebunden. Einzelne Einrichtungen bekommen Hilfe. Aber mehr nicht."
Die Grünen finden das falsch. Gerade wenn wenig Geld da ist, sollte man EMAS überall einführen. Das System hilft, CO₂ zu sparen. Es bringt Ordnung in alle Arbeitsabläufe. Das betrifft das Essen in Kantinen, den Energieverbrauch und den Umgang mit Wasser. Das System erfasst alle Verbräuche. Die Mitarbeiter lernen, umweltbewusster zu handeln. Langfristig spart das Geld. Das ist kein kurzfristiges Sparen. Das ist kurzsichtig (= nicht weitsichtig denken).
Andreas Neumann ist der Sprecher für Klima und Umwelt. Er sagt: „Der LWL ist eine öffentliche Einrichtung. Er muss beim Klima- und Umweltschutz vorangehen. Das Klimaziel erreicht man nur, wenn Nachhaltigkeit überall verbindlich ist. Die Investitionen in EMAS zahlen sich über viele Jahre aus. Wir kämpfen dafür, dass EMAS in allen geeigneten Einrichtungen weitergeht. Nachhaltigkeit ist kein Sparposten."