Keine Stellenstreichungen im therapeutischen Dienst

Haushalts-Beratungen 2004 – GRÜNE im LWL fordern:

Keine Stellenstreichungen im therapeutischen Dienst der Körperbehindertenschulen des Landschaftsverbandes

Die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN im Landschaftsverband Westfalen-Lippe stellt sich gegen einen weiteren Abbau der Standards in den Körperbehindertenschulen des Verbandes. Nachdem schon im letzten Jahr gegen die Stimmen der GRÜNEN trotz steigender Schüler/innenzahlen der bestehende Stellenschlüssel aufgehoben und der Personalbestand auf dem Stand von 2002 eingefroren wurde, ist für das Jahr 2004 die Streichung von insgesamt 15 Stellen Physio- und Ergotherapie vorgesehen; das bedeutet im Durchschnitt ca. 1-2 Stellen weniger an vielen der Schulen im Bereich Westfalen-Lippe.

“Dies ist ein weiterer drastischer Qualitätseinbruch bei der therapeutischen Versorgung der Kinder in den Körperbehindertenschulen”, so das grüne Mitglied im Schulausschuss Gertrud Meyer zum Alten Borgloh. “Schon jetzt hat sich durch das Einfrieren des Personalbestandes im letzten Jahr der Stellenschlüssel von 1:16 auf ca. 1:22 verschlechtert. Durch die nun geplante Streichung von insgesamt 15 Stellen steht eine weitere drastische Standardverschlechterung für die Schüler/innen mit Behinderungen in unseren Schulen an.” Denn die Schüler/innenzahlen in den Körperbehindertenschulen und die Anzahl der schwerst mehrfachbehinderten Kinder, die eine regelmäßige therapeutische Betreuung dringend brauchen, stiegen auch weiterhin stark an, erläuterte Frau Meyer zum Alten Borgloh.

“Wir wollen nicht hinnehmen, dass von Jahr zu Jahr sukzessive die Lebensbedingungen der hilfebedürftigsten Menschen in unserer Gesellschaft verschlechtert werden”, so Fraktionssprecher Heinz Entfellner “Die bisherigen Einbussen an Therapiemöglichkeiten und die drohende, bzw. schon erfolgte Schließung von Schwimmbädern in den Schulen haben den Kindern bereits erhebliche Nachteile gebracht. Wir werden daher in den zuständigen Ausschüssen fordern, die geplanten Stellenstreichungen zurückzunehmen und freie Stellen sofort zu besetzen.”

Drucken